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Die Vogelgrippeviren, allen voran H5N1, sind bisher noch spezialisiert auf die Infektion von Vögeln, die zu Millionen sehr schwer erkranken und verenden. Übertragungen auf den Menschen haben bisher vergleichsweise selten stattgefunden.
Allerdings haben Influenzaviren die besondere Fähigkeit, sich sehr schnell zu verändern. Diese Änderungen könnten dazu führen, dass ein ehemaliger Vogelgrippevirus auch Menschen sehr gut und schnell infizieren kann. Da es sich in diesem Fall für den Menschen um einen völlig neuen Erreger handelt, sind sie völlig ungeschützt und es kann zu einem weltweiten Ausbruch massiver Grippeerkrankungen kommen, der auch als Pandemie bezeichnet wird.
Ein zusätzlicher Weg, auf dem sich die bisher typischen Vogelgrippeviren dem Menschen besser anpassen können, ist die gleichzeitige Infektion eines Menschen mit einem speziellen "Menschenvirus" und einem speziellen "Vogelvirus" (z. B. bei einem ungeimpften Reisenden im asiatischen Raum oder einem Ungeimpften hier in Deutschland mit direktem Kontakt zu infiziertem Geflügel). In diesem Fall kann der doppelt infizierte Mensch als „Mischgefäß" für die neue Zusammensetzung eines Grippevirus dienen. Der auf diese Weise entstandene neue Influenzavirus kann dann zum einen auch auf andere Menschen gut und schnell übertragen werden und außerdem besitzt er für den Menschen die gleiche Gefährlichkeit, wie der spezialisierte Vogelgrippevirus für die Vögel.
Eine Grippeimpfung ist also sehr wichtig, nicht weil sie vor der eigentlichen Vogelgrippe schützen kann, sondern weil sie die gleichzeitige Infektion mit den beiden unterschiedlichen Grippevirustypen verhindert. Es wird damit der Weg der Neuentstehung eines sehr gefährlichen und auf den Menschen leicht zu übertragenen Influenzavirus verhindert.
Auch die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt Personen mit erhöhter Gefährdung durch direkten Kontakt zu Geflügel und Wildvögeln ausdrücklich eine Grippeimpfung mit dem aktuellen saisonalen humanen Influenza-Impfstoff.
Alle wichtigen Informationen - auch zur aktuellen Entwicklung - sowie die aktuellen nationalen Pandemiepläne finden Sie auf den Seiten des Robert-Koch-Instituts.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stellt auch eine Liste zur Verfügung mit bestätigten Vogelgrippe A/(H5N1) Infektionen bei Menschen, aufgeteilt nach Ländern und Jahren. Bitte beachten Sie, dass die Zahlen sich auf die Bestätigung der WHO beziehen und nicht Nachrichten oder Landesberichte wiederspiegeln.
Hier finden Sie die Übersicht der H5N1-Infektionsfälle.
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